Die Geschichte des Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ)

Von den Anfängen der Sozialistischen Student_innenbewegung bis heute

VSStÖ Rose frei

Seit 1889 gab es in Wien verschiedene Debattier-Klubs und lose Zusammenschlüsse fortschrittlicher und sozialdemokratischer Studenten (Frauen an den Unis gab es noch nicht!), aber noch keine eigentliche sozialistische Studierendenorganisation. Als erste Vorläuferorganisation des Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs (VSStÖ) konstituierte sich schließlich 1893 in Wien die „Freie Vereinigung Sozialistischer Studenten“ mit Gründungsobmann Max Adler. Dieser Diskussionszirkel, in dem sich Studierende wie Käthe Leichter, Rudolf Hilferding, Alfred Adler, Karl Renner, Karl Kautsky und viele andere zusammentaten, war die erste Gruppe von Studierenden, die mit den Zielen der jungen Arbeiter_innenbewegung sympathisierte. Doch diese Arbeiter_innenbewegung betrachtete die Studierenden als Bestandteil jener Intelligenz, deren Beteiligung an den kapitalistischen Herrschaftsstrukturen die gesellschaftliche Trennung von Hand- und Kopfarbeit aufrecht hielt und begründete so ein tief gehendes Misstrauen der Sozialdemokratie gegenüber ihrer ersten organisatorischen Anfänge im studentischen Bereich.

VSStÖ Grundungsfoto

Obwohl keine Interessens-
homogenität von Arbeiter_innen und Studierenden gegeben war, bildeten die akademischen „Überläufer_innen“ mit dem wachsenden politischen Einfluss der Sozialdemokratie ein wertvolles personelles Potential, aus dem seit 1893 eine ansehnliche Reihe wichtiger Personen in Politik, Wirtschaft und Kultur hervorging. Nicht nur die organisatorische Ausrichtung, sondern auch die programmatische Linie der Vorläuferorganisationen des VSStÖ ergab sich aus diesem Spannungsverhältnis. Im universitären Bereich definierte sich sozialistische Politik über die Ablehnung der kapitalistischen Prägung des gesamten Ausbildungssystems.

Schon damals kam dem Kampf für einen offenen Bildungszugang und für eine demokratische Universität wie der Kritik an der bürgerlichen Wissenschaft eine wichtige Rolle zu. Innerhalb der Sozialdemokratie positionierten sich die sozialistischen Studierenden am linken Flügel. Die Sozialistischen Studierenden nahmen regen Anteil am politischen Geschehen. So waren sie aktiv am Kampf um die Einführung des allgemeinen Wahlrechts beteiligt. Ebenso beteiligten sich viele Mitglieder des Verbands an Initiativen gegen den Wahnsinn des Ersten Weltkrieges, weswegen der Verband von den Behörden während des Krieges zeitweise verboten wurde. 1917 wurde mit Anna Frey die erste Frau „Obmann“ (sic!) der „Freien Vereinigung sozialistischer Studenten“. Nachdem bislang nur in Wien eine Gruppe bestanden hatte, gründeten sich im Zuge der Revolution 1918/19 auch in Innsbruck und Graz sozialistische Studierendenorganisationen. 1924/25 wurden die Gruppen in Wien, Graz und Innsbruck unter dem bundesweiten Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) vereinigt

In der Ersten Republik machte der Widerstand gegen deutschnationale und antisemitische Umtriebe an Österreichs Universitäten die sozialistischen Studierenden zu Zielscheiben rechtsextremer Gewalt. Der VSStÖ wurde systematisch diskriminiert und von universitären Entscheidungsträgern bekämpft.

Im Austrofaschismus wurde der Verband verboten. Mitglieder des VSStÖ fielen im österreichischen Bürger_innenkrieg des Februar 1934 und in den internationalen Brigaden im Spanischen Bürger_innenkrieg 1936 bis 1939 im Kampf gegen den Faschismus. In den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur wurden viele VSStÖler_innen ins Exil vertrieben oder beteiligten sich am Widerstand gegen Faschismus und Krieg. In diesen dunklen Jahren waren es nicht zuletzt auch Studierende, die sich im VSStÖ kennen gelernt hatten und deren Positionen in langen gemeinschaftlichen Diskussionen gewachsen war, die sich dem Faschismus entgegenstellten. Viele davon bezahlten mit ihrem Leben. Nie sei ihr Kampf vergessen, auch wenn es keine Worte gibt, die Bedeutung ihres Einsatzes zu beschreiben.

VSStÖ nach 1945

Nach der Niederlage des Nationalsozialismus und der Konstituierung der „Sozialistischen Partei Österreichs“ nahm der VSStÖ seine Tätigkeit in der von konservativen Kräften beherrschten Universitätspolitik wieder auf, versuchte aber auch verstärkt auf innerparteiliche und gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss zu nehmen.

VSStÖ - Demonstration gegen den anitisemitischen Wirtschaftshistoriker Taras Borodajkewycz

So kämpfte der VSStÖ (größtenteils erfolglos) gegen die Rückkehr von Nazis an die Hochschulen und die Verbreitung von nazistischem Gedankengut in Lehrveranstaltungen an. Mitte der sechziger Jahre schrieb zum Beispiel der damalige VSStÖler und spätere Finanzminister Ferdinand Lacina die antisemitischen Äußerungen des Wiener Wirtschaftsprofessors Taras Borodajkewycz in einer Vorlesung mit. Nach politischen Turbulenzen und heftigen Protesten, die vor allem auf Wirken des späteren Bundespräsidenten Heinz Fischer ins Rollen kamen, wurde 1965 bei einer Demonstration der ehemalige KZ-Häftling und Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger von einem Burschenschafter erschlagen. Kirchweger, der selbst an der Demonstration gar nicht teilnahm, ist das erste Todesopfer politischer Gewalt in der Zweiten Republik. Daraufhin musste der Professor abtreten.

Der VSStÖ trat auf Bundesebene – vor allem nach 1947 – für einen exponiert antikapitalistischen Kurs hin zum „demokratischen Sozialismus“ ein, der sich aufgrund der immer erkennbareren Stalinisierung der „Volksdemokratien“ deutlich von der KPÖ und den mit ihr sympathisierenden Gruppen abgrenzte. Als Bestandteil eines zersplitterten linken Flügels innerhalb der Sozialdemokratie war der VSStÖ daraufhin mit massiven Sanktionsmaßnahmen seitens der Bundesparteiführung konfrontiert.

VSStÖ bis heute

Insgesamt machte der VSStÖ in den Jahren zwischen 1945 und 1970 eine Entwicklung durch, die ihn von einem Verein mit starken Bezügen zur traditionellen sozialistischen Arbeiter_innenkultur der Zwischenkriegszeit zu einer Organisation werden ließ, die unter gewandelten universitären und gesellschaftlichen Bedingungen eine neue Identität und eine zeitgemäße, von den in Bewegung geratenen Studierenden akzeptierte Organisationsform finden musste.

In den siebziger Jahren griff der VSStÖ wieder stärker auf den Austromarxismus zurück, begriff sich als politischer Verband und beteiligte sich an den Protestbewegungen gegen den Vietnamkrieg oder das Atomkraftwerk Zwentendorf. Auch unter Kreisky kam es dementsprechend oft zu sehr heftigen und weitgehenden Konflikten zwischen VSStÖ und SPÖ.

Der VSStÖ war der erste Studierendenverband, der die Forderung nach einer demokratisch gewählten Studierendenvertretung erhob, nach 1945 war er aktiv an der Bildung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft beteiligt. Bis in die zweite Hälfte der sechziger Jahre war der VSStÖ die einzige relevante nicht-konservative Studierendenorganisation.

Unter allen heute in der ÖH befindlichen Fraktionen ist der VSStÖ nicht nur jene Organisation mit der längsten Tradition und Geschichte, sondern auch der einzige Gründungsverband der ÖH, der heute noch besteht. Nach den ÖH-Wahlen 1995 gelang es, erstmals die Dominanz von konservativen, ÖVP-nahen Gruppierungen an der ÖH-Spitze zu durchbrechen. Der VSStÖ konnte erstmals den ÖH-Vorsitz stellen. Mit der VSStÖ-Kandidatin Agnes Berlakovich wurde auch die erste Frau zur Vorsitzenden der Österreichischen Hochschüler_innenschaft gewählt. Der VSStÖ beteiligte sich aktiv an den Protesten gegen das Sparpaket der Großen Koalition 1996, das große soziale Einschnitte für Studierende brachte.

Neben der unmittelbaren Hochschulpolitik waren es auch gesellschaftspolitische Themen, die die Arbeit des VSStÖ bestimmt haben und bis heute prägen. So unterstützte der VSStÖ in den frühen 90er Jahren Aktivist_innen der sich später etablierenden SoHo dabei, sich zunächst außerhalb, dann innerhalb der Parteistrukturen der SPÖ zu institutionalisieren. Das Büro am Schmerlinplatz 2 im ersten Bezirk in Wien bot die Ressourcen, um gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren und Artikel, die sich mit der Diskriminierung von homo-, bi- und transsexuellen Menschen auseinandersetzten.

VSStÖ Logo

Als Haider und Schüssel im Februar 2000 ihre blau-schwarze Koalition bildeten, ging der VSStÖ wie zehntausende andere gegen diese Regierung auf die Straße. FPÖ und ÖVP setzten dem freien Hochschulzugang ein Ende. Sie beschlossen Studiengebühren, und mit der schwarz-blauen ‚Unireform‘ 2002 kam es zu einer Entdemokratisierung der Universitäten. Der VSStÖ war während dieser Zeit immer einer der lautstärksten Kritiker und beteiligte sich gemeinsam mit tausenden Studierenden an Demonstrationen gegen diese unsoziale Politik.
Die ÖH-Wahlen 2001 haben den VSStÖ gestärkt und mit einem linken Erdrutschsieg eine rot-grüne Koalition in der Bundesvertretung der ÖH gebracht. Im Rahmen einer Teamlösung mit den Grünen und Alternativen Student_innen wurde mit Andrea Mautz erneut eine Frau für den VSStÖ ÖH-Vorsitzende.

Der VSStÖ setzt sich in seiner ÖH-Arbeit gegen die bildungsfeindliche Politik der schwarz-blauen Bundesregierung ein, kämpft gegen Studiengebühren, für eine gerechte soziale Absicherung der Studierenden, für zukunftsweisende Lehrinhalte und -methoden und für mehr demokratische Mitbestimmungsrechte für Studierende ein.

Bei der Wahl im Mai 2003 gingen die bisherigen Koalitionspartner_innen erneut als Sieger_innen hervor und stellten mit Patrice Fuchs die ÖH-Vorsitzende der Exekutivperiode 2003-2005. 2004 änderte die ÖVP in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Hochschüler_innenschaftgesetz und schaffte die direkte Wahl zur ÖH-Bundesvertretung ab. Barbara Blaha, VSStÖNach den darauffolgenden ÖH-Wahlen 2005 konnte der VSStÖ dennoch eine rot-grüne Koalition unter der Führung Barbara Blahas fortführen. Als nach der rot-schwarzen Regierungsbildung 2007 die Studiengebühren aufgrund des ÖVP-Widerstandes nicht abgeschafft wurden, zeigte der VSStÖ wo er steht: kompromisslos auf der Seite der Studierenden.

Bei den ÖH-Wahlen 2007 ging der VSStÖ eine Koalition mit GRAS und FLÖ ein und entsandte Lisa Schindler in das ÖH-Vorsitzteam. Ende des Sommersemesters 2008 wurde diese Koalition von Seiten der FLÖ gesprengt, in Reaktion auf die darauf folgende Wahl eines AG-Vorsitzes durch die FLÖ ging der VSStÖ in Opposition. Durch jahrelange und sehr intensive Proteste trug der VSStÖ so maßgeblich dazu bei, dass im September 2008 die Studiengebühren zum größten Teil abgeschafft wurden.

VSStÖ Fahne

Als bei den ÖH-Wahlen 2009 erstmals auch FH-Studierende Mandate in die Bundesvertretung entsenden konnten, änderten sich dadurch auch die Mehrheitsverhältnisse. Es gründete sich nach den Wahlen die Fraktion Engagierter Studierender (FEST), die einige Mandatar_innen der Fachhochschulen vereinte. Mit FEST und GRAS wollte der VSStÖ in einer Minderheitenexekutive weiter progressive ÖH-Arbeit leisten. In den darauffolgenden Jahren stellte der VSStÖ mit Eva Maltschnig und Mirijam Müller das Generalsekretariat der ÖH Bundesvertretung, das im Vorsitzteam integriert wurde.

2011 wurde der Einsatz mit einem der besten Wahlergebnisse seit Abschaffung der Direktwahl belohnt. Auf der Medizinischen Universität Graz erreichte der VSStÖ sogar eine Zweidrittel-Mehrheit. Nach den Wahlen wurde die Koalition weitergeführt und die Fachschaftslisten (FLÖ) wieder mit ins Boot geholt, seither stellt die Koalition auch die Mehrheit in der ÖH-Bundesvertretung. Mit Angelika Gruber, stellvertretende ÖH-Vorsitzende steht für den VSStÖ erneut eine Frau an der Spitze. „Auch heute gilt unser Kampf in der Hochschulpolitik dem Ziel einer offenen und freien Hochschule, ohne Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.“

Auch bei den ÖH-Wahlen im Mai 2013 – im 120. Jahr seines Bestehens – konnte der VSStÖ einige Erfolge feiern. An der Med Uni Graz erhielt man 78% der abgegebenen Stimmen. Auch an der Uni Salzburg und erstmals auch an der Med Uni Wien ist der VSStÖ Teil der Exekutive. An der Uni Wien wird mit Lucia Grabetz nicht nur wieder der Vorsitz gestellt, man wurde sogar erstmals seit 30 Jahren wieder stimmenstärkste Fraktion. Das bundesweite Ergebnis wurde nahezu gehalten und mit Julia Freidl ist der VSStÖ wieder Teil des Vorsitzteams.

Im Jahr 2014 gelang es, nach langen Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium, die Direktwahl der ÖH Bundesvertretung wiedereinzuführen. Die erkämpfte Novelle des Hochschüler_innenschaftsgesetzes beinhaltete auch die Stärkung der ÖH an den Pädagogischen Hochschulen und den Fachhochschulen, sowie die Aufnahme der Privatuniversitäten in die ÖH.

Bei den ersten ÖH Wahlen mit neu eingeführtem direktem Wahlmodus 2015 wurde der VSStÖ österreichweit drittstärkste Fraktion und ist mit Lucia Grabetz auch wieder im Vorsitzteam bzw. der Koalition in der Bundes-ÖH vertreten. Auch auf den einzelnen Hochschulen konnte der VSStÖ sehr gute Ergebnisse erzielen und an 9 verschiedenen Hochschulstandorten an der jeweiligen Exekutive teilnehmen.

Dass der VSStÖ bedingungslos für die Interessen der Studierenden kämpft, zeigt der VSStÖ in der Arbeit in der ÖH – egal ob in der Exekutive oder in Opposition. Viele junge Frauen und Männer haben sich im Lauf der Zeit im VSStÖ engagiert und haben auch nach ihrem Studium unterschiedliche (politische) Entwicklungen genommen. Auf diese Vielfalt sind wir stolz. Auch heute engagieren sich im VSStÖ viele Student_innen, deren politische Überzeugungen von marxistisch bis links-liberal reichen. Dieses breite Spektrum führt zwar oft zu Diskussionen, gerade diese Diskussionskultur und diese ‘Bandbreite’ ist aber auch unsere Stärke.

 

VSStÖ: Historische Plakate

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Wenn Sie wissen, aus welchem Jahr ein Plakat - das noch keine Jahresangabe hat - stammt, schreiben Sie eine e-mail an: redaktion [.at] rotbewegt.at

 

Bundesvorsitzende des VSStÖ seit 1945

  • 1946-1947 Raoul Schmiedeck
  • 1947-1949 Heinz Damian
  • 1949-1950 Fritz Marsch
  • 1950-1951 Ferdinand Maly
  • 1951-1952 Peter Proksch
  • 1952-1954 Günter Haiden
  • 1954-1956 Karl Blecha
  • 1956-1957 Peter Jankowitsch
  • 1957-1960 Günter Steinbach
  • 1960-1962 Franz Bauer
  • 1962-1963 Hannes Androsch
  • 1963-1964 Kurt Hawlitschek
  • 1964-1966 Helmut Sommer
  • 1966-1967 Günter Rehak*
  • 1967-1968 Günter Blecha
  • 1968-1969 Silvio Lehmann
  • 1969-1970 Herbert Ostleitner
  • 1970-1971 Kurt Puchinger
  • 1971-1973 Johann Dvorak
  • 1973-1974 Fritz Weber
  • 1974-1975 Manfred Matzka
  • 1975-1977 Michael Häupl
  • 1977-1979 Karl Öllinger
  • 1979-1980 Walter Schwarzenbrunner
  • 1980-1982 Herbert Buchinger
  • 1982-1983 Kurt Stürzenbecher
  • 1983-1984 Alexander Wrabetz
  • 1984-1985 Marc Hall
  • 1985-1988 Bernhard Heinzlmaier
  • 1988-1989 Josef Kletzmayer
  • 1989-1991 Karin Kern-Wessely
  • 1991-1992 Erich König
  • 1992-1993 Alfred Kausl
  • 1993-1995 Agnes Berlakovich
  • 1995-1997 Julian Jäger
  • 1997-1999 Eva Czernohorszky
  • 1999-2000 Jürgen Wutzlhofer
  • 2000-2001 Dagmar Hemmer
  • 2001-2003 Eva Schiessl
  • 2003-2005 Andrea Brunner
  • 2005-2007 Sylvia Kuba
  • 2007-2008 Ilia Dib
  • 2008-2009 Maria Maltschnig
  • 2009-2010 Sophie-Marie Wollner
  • 2010-2011 Stefanie Grubich
  • 2011-2012 Mirijam Müller
  • 2012-2014 Jessica Müller
  • 2014-2015 Rasha Abd El Mawgoud
  • seit 2015 Katrin Walch

* Der VSStÖ distanziert sich von seinem ehemaligen Vorsitzenden Günther Rehak (laut Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ist Rehak mittlerweile einer der eifrigsten Referenten im rechtsextremen Milieu).

„Wir verschweigen unsere Geschichte nicht, möchten aber zum Ausdruck bringen, dass wir uns als antifaschistischer Verband verstehen.“ (VSStÖ)

 

Literaturhinweise: VSStÖ-Geschichte zum Nachlesen

Victor Adler, Die Studenten und die soziale Bewegung. Vortrag in der ‘Freien Vereinigung’, 16. Oktober 1896. in: Victor Adlers Aufsätze, Reden und Briefe. XI.Heft. Wien 1929, S.356-358

Otto Bauer, Der sozialistische Student (Rede am Delegiertentag der sozialistischen Studentenvereinigungen, Wien 1924). in: Otto Bauer, Werkausgabe, Bd.6. Wien 1979, S.597-600

Paulus Ebner / Karl Vocelka, Die zahme Revolution. ’68 und was davon blieb. Wien 1998

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Fritz Keller, Wien, Mai 1968 – Eine heiße Viertelstunde. 2., erweit. Aufl., Wien 1988

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Käthe Leichter, Die Wiener sozialistische Studentenbewegung im Krieg. in: Sozialistische Akademische Rundschau; Jg. 2 (1929), Heft 7, S. 26f.

Karl Leuthner, Die sozialistische Studentenschaft und die Studentenversammlungen. in: Arbeiter-Zeitung, 16.3.1894

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Peter Pelinka, Michael Häupl. Wie er wurde, was er ist – Seine Visionen für Wien. Wien 2004

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Lilian Schiltknecht, Die ‘universitäre Rebellion’ 1996 als Antwort auf die österreichische Hochschulpolitik. Dipl.-Arb., Uni Wien 1998

Wolfgang Speiser, Die sozialistischen Studenten Wiens 1927-1938 (Materialien zur Arbeiterbewegung: 40). Wien 1986

Eduard Stark, Die sozialistische Studentenbewegung. in: Der Sozialdemokrat. Monatsschrift der Organisation Wien, 3.Jg. (1921), Nr.9, S.6-8

Marie Tidl, Die Roten Studenten. Dokumente und Erinnerungen 1938-1945 (Materialien zur Arbeiterbewegung: 4). Wien 1976

Hans-Peter Weingand / Werner Winkler, Diese Welt muß unser sein. Die sozialistischen Studierenden in Graz 1919-1991. Graz 1992

Die Wirtschaftshilfe der Arbeiterstudenten Österreichs (1922-1932). Zehnjahresbericht und Tätigkeitsbericht über das Studienjahr 1931-32. Wien 1933

Dietmar Zach, KSV und VSStÖ: Zwischen Zusammenarbeit, Konkurrenz und Verleumdung. Theoretische Perspektiven und politische Praxis. Dipl.-Arb., Uni Wien 1998

Helge Zoitl, ‘Student kommt von Studieren!’. Zur Geschichte der sozialdemokratischen Studentenbewegung in Wien (Materialien zur Arbeiterbewegung: 62). Wien / Zürich 1992

 




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